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Gärtnerin mit Klemmbrett

Haftung im Gartenbau

6.05.2019

Rechtsfrage des Tages:

Als Gartenbaubetrieb haben Sie jetzt sicherlich gut zu tun. Läuft der Auftrag reibungslos, können sich Ihre Kunden über blühende Beete und üppige Hecken freuen. Wie sieht es aber mit der Haftung aus, wenn Pflanzen eingehen oder nicht anwachsen?

Antwort:

Wie in jedem handwerklichen Betrieb kann auch im Garten- und Landschaftsbau mal etwas nicht so klappen wie gewünscht. Wird die Hecke braun, der Bodendecker geht ein oder der Apfelbaum wächst nicht an, werden sich Ihre Kunden sicherlich zuerst an Ihren Betrieb wenden. Wie in anderen Bereichen auch, müssen Sie gegenüber Ihren Kunden die Gewährleistung übernehmen. Stellt sich die Leistung als mangelhaft heraus, kann Ihr Kunde Nacherfüllung oder Minderung verlangen oder vom Vertrag zurücktreten.

Natürlich müssen Sie den Mangel auch zu vertreten haben. Geht die frische Hecke ein, weil Ihr Kunde sie trotz Trockenheit nicht gegossen hat, haben Sie sich kein Verschulden vorzuwerfen. Mangelhaft ist die Leistung hingegen, wenn Sie beispielsweise Schattenpflanzen in Beete mit praller Sonne pflanzen. Auch falsche Pflegeanleitungen können einen Mangel darstellen.

Daneben haben Sie auch die Möglichkeit, neben der üblichen Gewährleistung eine weiterreichende Garantie zu übernehmen. Üblich ist beispielsweise eine Anwachsgarantie. Dieses zusätzliche Vertragsversprechen sollten Sie aber durch entsprechend höhere Kosten ausgleichen. Wichtig ist eine sorgfältige Gestaltung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen. So sollte der Kunde auch darauf hingewiesen werden, dass bei höherer Gewalt wie zum Beispiel einem Schädlingsbefall von außen die Gewährleistung ausgeschlossen ist.

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